Plötzlich zurück…

…ja, da sind wir wohl wieder zurück in Gelsenkirchen.

Drei Tage früher als früher als gedacht!

Denn eigentlich waren für auf dem Weg von Budapest nach Prag und hatten auch voller Enthusiasmus um genau 5:25 Uhr einen direkten Zug in der ungarischen Hauptstadt bestiegen. Um ca. sieben Uhr war dieser Enthusiasmus dann genauso verschwunden, wie unsere Portmonees, unsere Kameras inklusive Speicherkarten und ein Tabelt. Wir hatten wohl, während wir geschlafen hatten, Besuch von äußerst „netten“ und vor allem leisen slowenischen Taschendieben. War Anna doch nur beim Öffnen der Tür durch den Schaffner wach geworden.

Lange Rede – kurzer Sinn.

Ohne Geld und Papiere wäre ein Aufenthalt in Prag wohl wenig spaßig geworden und da das einzige positive an dem Zug war, in dem wir uns gerade befanden, dass er außer nach Prag auch nach Deutschland fuhr, beschlossen wir den Heimweg etwas verfrüht anzutreten. Dies stand dann in direktem Zusammenhang mit einem „kleinen“ Ausfluges unserer Mama nach Bad Schandau in der sächsischen Schweiz. (Danke Mama, da wolltest du doch schon immer Mal hin 😀 )

Aber da uns das Lachen ja selten vergeht (Ok, zuerst war es ganz schön weit weg!) :IMG_2517

Ein Bild aus besagtem Zug und mit der Kamera unserer Handys – die andere Kamera hatte ja den Besitzer gewechselt.

In Deutschland angekommen, lernten wir dann auch noch einen sehr redseligen Polizisten in Pirna kennen, der die sächsische Schweiz zwar noch nie verlassen hatte, aber doch einiges zu berichten wusste, sodass wir noch über eine Stunde auf dem örtlichen Polizeirevier ausharrten. (Das könnte auch daran gelegen haben, dass dort noch alle Berichte handschriftlich verfasst werden).

So viel zu unserer plötzlichen Rückkehr, jetzt aber unserer Nachtrag zu einem Tag in Budapest.IMG_2420

 

Budapest hat echt schöne Seiten – diese sind momentan nur etwas schwer zu finden, denn – ungelogen – ganz Budapest ist eine Baustelle. Das beginnt mit dem Verlassen des Bahnhofs und zieht sich bis zum Ufer der Donau. Unseren Tag dort haben wir natürlich trotzdem genossen. Haben eine Schiffrundfahrt gemachtIMG_2418

 

und dann einen kleinen Halt auf der Margareteninsel. Dort wurden wir von einem Wasserschauspiel „etwas“ überrascht.IMG_2500

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Ausklingen lassen haben wir den Tag dann in einem echt-ungarischen Lokal. Naja und den Rest kennt ihr ja bereits…

Das war es auch erst einmal wieder von uns – ein ausführlicher Rückblick kommt noch. Nur eins: Am liebsten würden wir sofort wieder losfahren!! 😉11

 

Innsbruck, Bled, Ljubljana….

… oder Regen, Regen, Sonne, Sonne.

Ja tatsächlich: auf unserem Weg von Rom ins slowenische Bled haben wir einen Zwischenstop in Innsbruck eingelegt. Und wie wurden wir begrüßt? Mit Regen! Regen, das ist das, was es wohl in Mitteleuropa gelegentlich geben soll. Wir hatten die Existenz erfolgreich verdrängt.

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Dieser alte Bekannte brachte uns dann auch dazu in Innsbruck besonders in Cafes, Einkaufszentren und Geschäften zu verweilen und das dortige freie Internet zu benutzen, ehe wir uns zum Kauf der oben abgebildeten Regencapes entschieden. Das Resultat:9€ für zwei Mülltüten mit Kapuzen, von denen eines nicht einmal die ca. 1,5 km vom Souvenierladen bis zum Einkaufscenter am Bahnhof ohne Löcher überstand. Und wir beide nach 30 Minuten Benutzung die letzte Ehre erwiesen.
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Apropros Einkaufscenter, da nämlich dieses Exemplar in bahnhofsnähe mehr ungenutzte Ladenfläche als Geschäfte beherbergte, und es immer noch gute 6 Stunden bis zu unserer Weiterreise waren (ja der Regen hatte uns dazu gebracht die Stunden zu zählen , ursprünglich waren es 12), haben wir uns doch noch entschlossen, das gerade (pünktlich fünf vor sieben) schließende Einkaufszentrum zu verlassen und den Abend neu zu planen.

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Der Film war super! Und wir mussten nur noch zwei Stunden am Bahnhof rumhängen. Dann endlich ging es mit dem Nachtzug Richtung Bled.

Und dort angekommen begrüßte uns dasselbe Wetter, das uns in Innsbruck verabschiedet hatte. Aber genug dazu, denn nach einer erholsamen Nacht (wie groß die Freude über ein einfaches Hochbett in einem Achterschlafsaal nach zwei Nächten in Zügen sein kann), zeigt Bled sich endlich von seiner besten Seite.

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Ein wundervoller Ort mit einem wundervollen See mit unglaublich klarem Wasser…und der verrücktesten Touristeneisenbahn, die wir je eh erlebt haben.

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Mit einer Geschwindigkeit, die kein Schießen von Fotos mehr zuließ, jagte die Bahn in 15 Minuten um den See, selbstverständlich ohne Kommentar zu Land und Leuten. 😀 .

Aber diese Informationen und auch den Ausblick auf den See holten wir dann bei einem Spaziergang um eben jenen nach. Um uns übrigens treu zu bleiben, auch in Bled gibt es eine ortstypische Leckerei:

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Für die Unwissenden unter euch: Kremna Rezina. Original Bled Cream Cake!

Ansonsten gingen wir die Sache in Bled entspannt an, blieben anstatt einer geplanten Nacht zwei (mal wieder ohne großes Zutun und Aufpreis im Zweierzimmer) und genossen die Liegen und den Ausblick am See.
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Aus diesem Grund hatten wir auch nur gute fünf Stunden, während wir mal wieder auf einen Zug warteten, um uns ein wenig in der slowenischen Hauptstadt umzugucken. Fazit: Wir müssen wiederkommen.wpid-DSCI2225.JPG

 

Und das nicht nur, weil Ljubljana uns mit diesem Kunstwerk überraschte. Sondern auch sonst mehr als sehenswert schien.

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Im Moment sind wir nun auf dem Weg nach Budapest. Leider eine unserer letzten Stationen. Nächste Woche machen wir uns dann doch mal wieder auf Richtung Heimat.

Bis bald!

P.S.: Zumindest eine Sehenswürdigkeit haben wir in Innsbruck mitgenommen:
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Ok, eigentlich war es dieses goldene Dach:
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Eis, Eis, Gelato, Eis, Gelato, Gelato, Eis…

Ja das italienische Gelato haben wir wahrlich genossen.

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Ist aber auch einfach zu lecker. Haben sogar eine Gelaterie entdeckt in der es über 100 verschiedene Sorten gibt … Nina hat exotischerweise Mango und Himbeere genommen, wie sonst eigentlich nie :D.

Ansonsten ist Rom einfach toll, obwohl wir bei der Formulierung Römer, doch immer eine antike Gestalt in Sandalen erwartet haben. Aber was solls. 😀

Unseren erster Tag in Rom startete direkt mit einem „kleinen“ Spaziergang. Von unserem Hostel am Bahnhof Termini ging es vorbei an der Santa Maria Maggiore,

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dem Colosseum,

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dem Forum Romanum,

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dem Piazza Veneziawpid-DSCI1937.JPG

 

dem Pantheon,

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und dem Trevi Brunnen,

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bevor es endlich zurück ins Hostel zum einchecken ging. Aber hier noch eine kleine Veranschaulichung der Route:

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Im Hostel erwartete uns dann noch eine „sehr bedauerliche“ Nachricht – wegen einer Fehlbuchung konnten wir die erste Nacht nicht im Sechser-Schlafssal verbringen, sondern mussten mit einem Doppelzimmer vorlieb nehmen. Schade auch! 😀 Da störte uns nicht einmal mehr ein nächtlicher Weckruf durch einen Nachbarn, der wohl seinen Schlüssel nicht am Mann hatte und die Tür nun durch kontinuierliches Anspringen öffnen wollte.

Trotzdem einigermaßen ausgeruht starteten wir den nächsten Tag einmal mehr mit einer Zugticketreservierungsaktion. Diese war auch dieses Mal nicht so ganz erfolgreich und ließ uns unsere weitere Reiseplanung noch einmal überarbeiten. Als dann aber endlich eine alternative Route in Richtung Slowenien , unserem nächsten Ziel, gefunden war und für diese auch Reservierungen verfügbar waren, konnten wir uns endlich auf dem Weg zum Vatikan, sprich Petersdom, machen.
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Nach einer Besichtigung des doch sehr imposanten Inneren, haben wir uns entschlossen auch die Kuppel zu erklimmen.

550 Stufen verschiedenster Art lagen nun also vor uns.

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Und wir müssen sagen, im Gegensatz zu vielen anderen (wir hatten wirklich Angst um eine Chinesin vor uns – obwohl diese auch noch die Version mit lediglich 320 Stufen plus Lift gewählt hatte ), kamen wir doch noch relativ frisch oben an und konnten den tollen Ausblick vollends genießen. 😀
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Anschließend haben wir uns dann allerdings entschlossen den Abend nicht mit einer Free Walking Tour ausklingen zulassen, sondern uns, aus den für den Petersdom obligatorischen langen Klamotten, zu befreien und noch ein kleines Eis am nächtlichen Pantheon zu genießen. 🙂

An unserem letzten Tag in Rom haben wir uns dann das Colosseum
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und das Forum Romanumwpid-DSCI2080.JPG

 

noch einmal genauer angesehen. Und das alles frei nach dem Motto:

„Hic forum est. Populus properat. Anna circumspectat.“

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Fazit: Viel altes Gemäuer. Was dort schon alles passiert ist…

Das war es im Großen und Ganzen auch schon aus dem wundervollen Rom, an dem einem einfach an jeder Ecke eine Kirche, ein anderes antikes Gebäude oder ein Verkäufer, der Hüte, Schirme, Essen oder was auch immer verkaufen möchte, begegnet.

Ciao Italia!

Momentan sitzen wir übrigens in einem Shopping-Center in Innsbruck, draußen regnet es und wir erfreuen uns am Free W-LAN. Heute Nacht geht es dann weiter nach Bled -die zweite Fahrt im Nachtzug in Folge. Sehr geruhsam.

P.S.: Papst Benedikt hat wohl nie die Kuppel des Petersdom erklommen oder war inzwischen mehr im Italienischen als im Deutschen zu Hause. 😀
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P.P.S.: Auflösung: Man muss übrigens nicht nur im Petersdom, sondern auch in der Santa Maria Maggiore vollständig angezogen sein, aus diesem Grund Ninas „Aufzug“ auf dem Bild des letzten Eintrages. 😉

Sonnenbaden in Nizza , Crepes in Monaco!

Schon wieder sind wir eine Station weitergefahren und in Rom gelandet. Aber beginnen wir mit unseren Erlebnissen in Südfrankreich 🙂 .

Hach, war das schön einfach nur am Strand von Nizza zu faulenzen und die Sonne und vor allem das schöne (angenehm temparierte! ) Meer zu genießen.wpid-DSCI1869.JPG

 

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Viel mehr haben wir, um ehrlich zu sein, tagsüber in Nizza auch nicht gemacht. Da der Wettergott aber wohl ein Problem mit dieser Faulheit hatte, haben wir uns am zweiten Tag in Südfrankreich noch ein wenig in Monaco umgesehen.

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Und sagen wir mal so: Monaco ist …. anders 😀

Aber zumindest nicht, wie befürchtet, noch teurer als Nizza. Aus diesem Grund haben wir uns auch dort unseren ersten französischen Crepes gegönnt…fantastisch! Ein Loch in unser Budget hat er trotzdem gerissen :D.

Ansonsten gibt es in Monaco viel viel Aussicht
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und noch mehr Boote.
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Ansonsten erschien uns die Stadt (oh Entschuldigung das Land 😀 ) doch sehr künstlich – eher so Spielzeug :D.

Was wird dort noch gelernt haben? Wenn dem Monegassen an sich mal der Platz für seine Autos ausgeht, schüttet er sich zur weiteren Unterbringung einfach eine Insel auf. Wer kann, der kann!

Mit unseren (leider nicht vorhandenen) Französischkenntnissen sind wir in Nizza im Übrigen etwas an unsere Grenzen gestoßen…der Franzose dort sprach nämlich, allen Vorurteilen entsprechend, genau zwei Sprachen: Französisch und Französisch.

Wie man sich denken kann, hat das die Konversation auf Englisch, wie wir es in den anderen Ländern gepflegt hatten, etwas erschwert. Und so blieb uns von einm „netten“ Abend am Strand mit drei Franzosen lediglich dieses Foto:
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Aber da wir eh glauben , dass ihre Gesellschaft hauptsächlich an unserer Taschenshisha lag, macht das knapp die Hälfte 😀 .

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Ach ja wir haben doch noch etwas gelernt: alle Vorurteile von deutscher Disziplin und Ordnung können jetzt ad acta gelegt werden…in unserem beschaulichen Schlafsaal in der Jugendherberge Las Camelias zu Nizza wollten genau 4 Personen ausschlafen oder morgens noch etwas gemütlich im Bett dösen…und alle vier haben einen deutschen Pass. Unsere spanischen Zimmergenossinnen hingegen pflegten ein fröhliches Haareföhnen gegen sieben Uhr morgens, was auch sonst? Schließlich waren sie auch abends immer pünktlich um elf im Bett und billigten jede Unordentlichkeit mit einem tadelnden Blick. 😀

Soweit ein kleines Update von uns…

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…und was dieses Gespenst in Rom macht, erfahrt ihr dann beim nächsten Mal. 😀

…und wieder Frankreich!

Ja, es stimmt wir haben uns „etwas“ weiterbewegt seitdem wir uns das letzte Mal gemeldet haben. Inzwischen sind wir nämlich über Madrid und Barcelona im schönen Nizza angekommen. 🙂

Aber erst einmal zu Madrid. Eine wunderbare Stadt … nur leider ohne Madrilenen 😀 . Denn diese befanden sich alle, wie unsere Stadtführerin schnell berichtete, an der spanischen Küste….wer wolle auch bei diesem schönen Wetter seine Zeit in der stickigen Großstadt verbringen, die nicht einmal wie alle anderen europäischen Hauptstädte, über einen vernünftigen Fluss verfügt. Naja WIR wollten und etwas Wasser haben wir sogar gefunden 🙂 .

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Gesehen und gelernt haben wir auch einiges über Madrid und vor allem über das spanische Königshaus, aber die Wiedergabe würde an dieser Stelle wohl doch etwas trocken werden…also nur eine kleine Zusammenfassung in Bildern. 😀

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Königspalast … laut unserer Walking-Tour-Führerin dürfte es nicht mehr lange dauern bis die hier ansässige Königsfamilie ( wie übrigens mehrmals in der spanischen Geschichte) aus dem Land gejagt wird 😀 .

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Plaza Mayor …. auf dem sich auch kein Madrilene bewegt, selbst wenn er in der Stadt ist, da es mal irgendwann gestunken haben soll…also der Platz nicht der Einwohner Madrids.

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Suizid-Brücke …. ohne weitere Erklärungen 😀 .

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Estadio Bernnabeu …. leider ohne den echten Özil, aber dafür mit…

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…Anna und einem reizenden Ersatz  😀 .

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und unser Essen, das uns von einem Türken in Spanien mit den Worten „zum hieressen oder mitnehmen“ überreicht wurde….er war gerade letztes Jahr zum Fußball in Gelsenkirchen gewesen. 😀

So viel also in aller Kürze zu den wichtigen Attraktionen der Stadt.

Leider mussten wir unsere Besichtigungtour auch je unterbrechen, da wir “ mal eben“ in einer 4-stündigen Odyssee weitere Bahntickets buchen wollten und schlussendlich sogar buchten.  In Bildern sah das etwa so aus:

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Was lange währt wird endlich gut. 😀

Es konnte also am nächsten Tag weiter nach Barcelona gehen, da wir aber dort  nur einen Abend zur Verfügung hatten, haben wir entschlossen uns auf das Wesentliche zu konzentrieren…

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Hat geklappt!

Und nun sind wir in Nizza …endlich, nachdem wir gestern das erste Mal wirklich eine ganzen Tag mit Zugfahren verbracht haben . Sechs Regionalzüge in vierzehn Stunden, aber wir sind angekommen 😀 …

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…und geniessen nun das richtige Sommerurlaubsfeeling in Südfrankreich :-).

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Bis bald ihr Lieben 🙂

P.S.:Zwei Stunden im Gemeinschaftsraum eines Hostels und ihr seht und lernt Leute kennen, das glaubt ihr nicht 😀 …probiert es aus!

Sommer, Sonne , Strand & Lissabon.

Ja, eigentlich wollten wir uns eher melden, aber wir hatten einfach keine Gelegenheit, da wir Lissabon in vollen Zügen geniessen mussten. 😉

Aber von Anfang an … von Paris aus ging es für uns nach Lissabon. Aber nicht ohne einen kurzen Halt in Bordeaux einzulegen und den Komfort eines Doppelzimmers voll auszukosten (da diskutiert und schläft es sich doch viel besser 😀 ) und Annas Freundin Anna einen Besuch abzustatten. Leider konnten wir von Bordeaux nicht so viel sehen, aber einige wichtige Sehenswürdigkeiten wurden besucht und da besagte Freundin wohl die nächsten Jahre in Bordeaux verbringen wird, ergibt sich ja eventuell ein weiterer Besuch. 🙂

Und dann hieß es endlich „Lissabon wir kommen“…unsere erste Fahrt im Nachtzug. Und hier muss ich (Nina) sagen, dass ich mir nie wieder lange Beine wünschen werde. Anna saß doch etwas unentspannt und hatte entsprechend noch weniger Schlaf als ich 😀 . Mein einziges Problem war, dass wohl irgendjemand im Zug ein Kälteproblem hatte und, mitten auf einer Fahrt durch Spanien und Portugal im August, zu nachtschlafender Zeit die Heizung eingeschaltet wurde. Ich hatte Verbrennungen am Bein! 😀

Aber jetzt zu Lissabon:

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Wir sind schon etwas begeistert von der Stadt. Nicht zu groß, nicht zu klein, übersichtliche Metrofahrpläne, mediterranes Flair & Großstadt in einem, strandnähe und 7 Hügel, die wir gefühlt 9 mal rauf und herunter gelatscht sind 😀 .

Und aufgrund netter Bekanntschaften am ersten Abend, wussten wir auch direkt, was wir auf jeden Fall sehen und machen sollten. Aber noch besser: das hatten wir schon gesehen!

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Am zweiten Tag haben wir dann, nach der inzwischen schon obligatorischen „Free Walking Tour“ durch die City, bei der wir unter anderem auf das hier gestoßen sind 🙂

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,noch einen „kleinen“ Spaziergang eingelegt. Ungefähr 7 km (die vorher maximal wie 2 aussahen !) durch brütende Mittagshitze, um das zu bewundern:

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OK, das Schiff war eher Zugabe, wichtig waren diese kleinen Köstlichkeiten hier:

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Pasteis de Belem ❤ Lecker!

Wenn wir von Lissabon sprechen, müssen wir allerdings auch von Stand sprechen. Nachdem wir nämlich schon am ersten Tag den Strand von Cascais besucht haben, haben wir uns später noch gesteigert und eine Busfahrt nach Costa da Caparica angetreten.

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Ein Traumstrand, mit Traumwellen (und arschkaltem Wasser 😀 ).

Ansonten haben wir es genossen ohne größere Angst vor Taschendieben durch die Stadt zu flanieren , in einem sauberen Hostel sogar einmal selbst zu kochen und ENDLICH Frozen Yoghurt zu essen.

Jetzt heißt es Buenos Dias Madrid! 🙂

P.S.: Wenn mal wer jedwede Art von bewusstseinsverändernden Mitteln braucht, einfach mal durch Lissabon laufen 😀 Auf ein „Haschisch, Cocain?“ muss man in der Regel nicht lange warten. Könnte zwar auch mal nur Tee sein, haben wir gelernt, aber was solls ne :D.

 

Die Stadt der Liebe oder so ähnlich…

So, momentan befinden wir uns im TGV von Paris nach Bordeaux. Drei Tage in Paris liegen hinter uns und unsere Meinungen zu Paris sind gespaltener Natur. Sicher Paris hat wundervolle Seiten – der Eiffelturm, besonders am Abend, ist ein Traum, das Museum Louvre mitsamt der (etwas klein geratenen) Monna Lisa sollte man sicher mal gesehen haben und die Stadt mit den vielen alten Gebäuden und Brücken hat sicher ein ganz besonderes Flair. Man sollte allerdings nicht falsch abbiegen…

…oder in unserem Fall das eigene Hostel aufsuchen. Ganz idyllisch an der Metro-Station Barbes-Rochechouart gelegen, bestach das „friends (!) Hostel Paris“ durch zwei – in Person wechselnde, aber in der Anzahl gleichbleibende- zwielichte junge Männer am Empfang (gut, dass das NICHT unsere Freunde sind! 😉 ), langsam aber stetig vergammelnde Zimmer, eine „besondere“ Organisation (erst sollten wir statt des gebuchten Dreibettschlafsaals in einen Neunbettschlafsaal ziehen, dann sollte in das schlussendlich erhaltene Dreibettzimmer um 22 Uhr abends noch eine vierte Person miteinziehen und das am Zimmer gebuchte WC hatten wir bis zur Abreise vergeblich gesucht) und letztendlich mussten wir doch feststellen, dass wir noch den ein oder anderen weiteren Mitbewohner hatten, führte die Wohnungstüre eines Mauselochs direkt in unser Zimmer. Leider konnte Familie Maus ihre Wohnung in den letzten drei Tagen nur über den Hinterausgang verlassen, haben wir doch die Haustür mit unseren Bettdecken verbarrikadiert – niemals im Leben hätten wir daran gedacht diese in ihrer eigentlichen Funktion zu verwenden.

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Positive Aspekte des Hostels: der Preis und Urs, aber dazu später mehr.

Man kann heraushören: Paris und wir, das war keine Liebe auf den ersten Blick. Kamen wir auch am ersten Tag vollkommen übermüdet von der Busfahrt London : Paris in der Stadt der Liebe an, wurden wir gleich von zwei unterschiedlichen Arten der sogenannten Spezies „pickpockets“ begrüßt.
Zunächst fragte („Fragen“ im Sinne von wildem Gestikulieren und penetrantem Körperkontakt) uns eine Gruppe von ganz liebenswürdigen Kindern beim Fototografieren der Pont Neuf, ob wir etwas unterschreiben wollten und kamen uns dabei gefährlich nahe. Zu „ihrem Leidwesen“ stellte sich das elektronische Gerät, welches sich in Ninas Hosentasche befand aber als deutscher Paris-Reiseführer heraus und wir konnten gerade noch entkommen. Zurück an der Haltestelle unseres Hostels, konnte Anna noch ganz besondere Erfahrungen mit einem jungen Mann machen. Dieses mal hatte er die Hand schon in ihrer vorderen(!) Hosentasche und griff gerade noch nach dem Handy, als dieses glücklicherweise auf dem Boden der Metrostation landete und der junge Herr in bester Fußballplatzmanier seine Unschuld herausstellte und anschließend das Weite suchte. Solche Vorfälle schienen Barbes-Rochechouart übrigens häufiger heimzusuchen, dann ab dem zweiten Tag unseres Aufenthalts wurde die Station durchgehend polizeilich überwacht…das erleichterte uns die 50 Meter von der Haltestelle ins Hostel wohl viel mehr als ihr euch alle vorstellen könnt :D.

Aber so wie nicht alles Gold ist was glänzt, ist nicht alles Scheiße was stinkt ( Warum fallen mir jetzt wieder Geschichten zur Metro ein? :D).

Paris hat fantastische Seiten. Ein Abend auf den Wiesen vor dem Eiffelturm mit einem Baguette und einer Flasche Wein , einem wunderbaren Blick auf die beleuchtete Hauptattraktion und zwei Griechen ( oh falsche Stelle :D) ist mit Geld nicht zu bezahlen – und bei uns ja eh knapp. Falls ihr euch jetzt fragt, was die Griechen damit zu tun haben…Anna hat einen neuen Freund gefunden, wir 5 Miniatur-Eiffelturm-Schlüsselanhänger & die Griechen eine halbe Flasche Champagner über.

Völkerverständigung!

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Auch das Musee du Louvre ist einen Besuch Wert und der Anblick der Monna Lisa ist für EU-Bürger unter 26 sogar kos8tenlos. Unseren zweiten Tag in Paris haben wir übrigens größtenteils im Waschsalon und am Paris Plages (sprich: Paris Plack 😀 ) verbracht. Da haben die Franzosen entlang der Seine  einfach mal viele Tonnen Sand ausgekippt , ein paar Liegestühle und Erfrischungduschen draufgestellt und man kann mit Blick auf den Eiffelturm und die Pont Neuf den Sommer genießen.

Nachdem wir also gestern ausreichend Sonne getankt hatten, haben wir uns tatsächlich noch kulturellen Belangen zugewandt. Notre Dame stand auf dem Plan. Ausser der kleinen Berfremdlichkeit, dass man die Kirche während einer laufenden Messe besichtigen konnte, wirklich sehr sehenswert.

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Ausklingen lassen haben wir unseren Aufenthalt in der französischen Metropole übrigens wie auch schon in London mit einer Free Walking Tour durch die Stadt. Free ist die Tour zwar nicht wirklich, sondern funktioniert eher nach einem „Zahl-was-du-willst“-
System. Aber man hat zumindest die Möglichkeit gar nichts zu geben. Wir haben eine solche Tour nun zwei mal gemacht und waren beides mal begeistert und das obwohl wir die Tour heute leider vor dem offiziellen Ende verlassen mussten – der TGV nach Bordeaux rief.

Und da schließt sich der Kreis :D.

Abschließend kann man noch sagen, dass wir uns mit Paris mehr als versöhnt haben, auch wenn vieles nicht unsere Welt ist und war ;).

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Und es gibt immer einem dem es schlechter geht, in diesem Fall unsrem Zimmergenossen „Urs“aus Brasilien, der muss nämlich noch eine Nacht im „friends“ Hostel bleiben. 😀